Montag, 21. Dezember 2009
Sonntag, 20. Dezember 2009
Kashi Vishwanath Temple - Der goldene Tempel
Freitag, 18.12.09 Abends
Louis und ich machen uns heute mit dem 15h Schulbus auf in die Stadt. Wir freuen uns auf 1 1/2 Tage nur für uns zwei. Ich habe mich heute Morgen beim Reiten noch mit meiner Helferin unterhalten, ob wir wohl den Vishwanath Tempel besuchen können, weil dieser für nicht Hindus nicht öffentlich zugänglich ist. Sie meint aber, das sei kein Problem, es hätte höchstens viele Leute. So machen wir uns frohen Mutes auf, durch die engen, dunklen Gassen von Varanasi, um Louis Lieblingsgott, Shiva, etwas näher auf die Spur zu kommen.
Bei einer Abzweigung, welche direkt zum Tempel führt, lotsen uns aber die Polizisten weiter einen anderen Weg. Wir laufen einen grossen Kreis aussen herum, die Gässchen werden immer dunkler und schon bald sind auch praktisch nur noch Männer im Dunkeln zu erkennen und Louis fragt, ob ich den Weg zurück noch weiss … Gute Frage, bis jetzt schon, aber langsam verliere ich dann die Orientierung schon! Wir sind auf der Suche nach "Gate No. 2", das wird wohl der Eingang für die Touristen sein. Nach mehrmaligem Sicherstellen, dass wir auch wirklich noch in der richtigen Richtung laufen, kommen wir tatsächlich zum Gate No. 2. Jetzt sehen wir auch das goldene Dach des Tempels: 750 kg pures Gold soll es sein, wow! Die Kuppel glänzt wirklich wunderschön im Scheinwerferlicht. Nachdem wir mehrere Polizeisperren passiert haben, geben wir vor dem "wirklichen" Eingang unsere Schuhe, Taschen, Fotoapparat & Natel ab, kaufen noch Blumen und Milch für Shivas Lingam (sein Symbol) und machen uns auf für die letzte Kontrolle, wo wir natürlich auch abgetastet werden. Alle Polizisten haben extrem Freude an Louis und ich denke, mit mir sind sie auch zufrieden, habe ich doch auf meinem Scheitel seit kurzem auch einen roten Strich, das Sindur, sowie den Punkt, das Bindi, zwischen den Augenbrauen, wie die Hindu Frauen es eben tragen. Als mich dann die letzte Polizistin, welche mich abtastet fragt, ob ich Hindu sei, sage ich "tora, tora", was soviel heisst wie wenig, wenig… Ehrlich wie ich bin wage ich es nicht einfach ja zu sagen. Dann fragt sie, ob ich Sikh sei, und dann sage ich halt einfach ja! Denn Hindu ist Frau einfach entweder ganz oder gar nicht, aber sicher nicht nur einwenig… Später lache ich ausgiebig mit Raju über diese "tora, tora" Episode!
Dann sind wir endlich drinnen! Es hat extrem viele Menschen und wir staunen nur. Louis und ich sind fasziniert: Es hat verschiedene kleine Tempel mit Priestern drinnen, mit Lingams und viele Blumen. Wir gehen zu einem Priester, leeren die Milch und Blumen über das Lingam, lassen uns einen roten Punkt auf die Stirne machen und eine Blumenkette umhängen, geben dem Priester ein paar Rupien und gehen weiter. Plötzlich merke ich eine Veränderung in mir drin: Ein kribbeln in meinem Körper beginnt und ich bin total "offen" für ich weiss doch auch nicht was. Es ist unglaublich, die Kräfte die hier auf uns einwirken, unbeschreiblich. Als ich Louis von meiner Feststellung erzähle, sagt er, er spüre das auch, was das wohl sei? Wir beide sind überwältigt von dieser Kraft die wir plötzlich spüren. Wir sitzen dann noch einen Moment ab, lassen die Kraft weiter auf uns einwirken und gehen wieder. Es ist unglaublich, was wir hier erlebt haben, das werden wir beide nie mehr vergessen. Auch draussen sind wir noch ganz benommen und können dieses Gefühl irgendwie gar nicht einordnen.
Glücklich, zufrieden und dankbar, dass es uns überhaupt möglich war, diesen wunderbaren Kraftort besuchen zu dürfen, machen wir uns wieder auf den Weg zurück. Wir sind noch richtig benommen und geniessen diesen Zustand. Diesmal nehmen wir den direkten Weg und schon bald ist mir alles wieder bekannt. Mit der Veloritschka fahren wir durch die dunkle Nacht von Godowlia, Lanka, BHU zum Heritage Housing, unserem Ziel.
Mit Raju und seiner Familie essen wir Znacht und erzählen von unserem Tempelbesuch und seinen Kräften. In Raju haben wir einen dankbaren Zuhörer: Er ist tief gläubig, kennt viele Geschichten über Götter und für ihn ist auch ganz klar, dass der Vishwanath Tempel ein Kraftort ist.
Louis und ich kuscheln uns in unsere Decke und wir können beide noch gar nicht einschlafen von dem ereignisreichen Abend. Louis sagt: "Mami, gäu mer gönd de weder mou nor mer zwöi zäme id' Stadt?" Ich weiss nicht, ob das nochmals möglich sein wird, unsere Zeit hier in Varanasi läuft langsam ab …
Samstag, 19.12.09
Nach einem typisch, indischen Frühstück - Chapatti & gekochtes Gemüse - bringt uns Raju mit seiner Autoritschka ans Assi-Ghat. Heute wollen wir den Ghats entlang laufen und die Atmosphäre am Ganges geniessen. Es ist ein wunderbarer, sonniger, heisser Tag es blendet uns und es kommt richtige Ferienstimmung auf.
Es hat jetzt viele Möven auf dem Ganges und es herrscht eine friedliche Stimmung: Viele Männer und Kinder verbringen ihr Morgenbad im Ganges, Wäsche wird gewaschen, überall sind bunte Tücher am Boden ausgelegt und Wäsche hängt an den Leinen. Kinder lassen ihre Drachen steigen und viele Bootsmänner wollen uns auf ihre Boote mitnehmen, welche wir dankend ablehnen.
Ich frage Louis, ob er denn auch am Verbrennungs-Ghat vorbeilaufen wolle? Er sagt ja sicher, und wenn's ihm zuviel wird, das machen wir so ab, dann gehen wir einfach schnell weiter. Wir nähern uns dem Harishandra Ghat und erstaunlicherweise hat es nur ein kleines Feuer das noch lodert, aber sehen tun wir nichts. Ich denke, das ist auch gut so und wir laufen weiter.
Am Dasashwamedh Ghat angekommen, frage ich Louis, ob wir Sanjay, den Seidenhändler, noch besuchen wollen. Also machen wir einen Abstecher in die dunkeln, engen Gässchen - diese sehen kaum je einen Sonnenstrahl - der Altstadt von Benares. Sanjay kommt uns schon entgegen, er muss noch Blumen und Prashat (Süssigkeiten) einkaufen, für die Puja seines Shops. Täglich erneuert er die Blumen für seine Götter und hält eine kleine Puja. Dies damit die Geschäfte gut laufen, aber auch dass sein Shop gut beschützt wird von den Göttern Lakshmi & Ganesha. Sanjay's Shop ist ein kleiner "Würfel" von ca. 2x2x3 Metern. Der Boden ist komplett mit weichen, weissen Matten ausgelegt und an den Wänden sind Kissen, damit die Kundschaft, und vor allem auch der Ladeninhaber selber, gemütlich am Boden höckeln kann sich dazu anlehnen und seinen Tschai geniessen. Der Shop ist vom Boden bis zur Decke vollgestopft mit Kleidern, Tüchern, Schals und Seidenstoffen aller Art. Vor dem Betreten des Shops werden die Schuhe ausgezogen, wie in vielen Läden hier üblich, vor allem in den ganz kleinen wie dieser. Es ist wie immer sehr gemütlich bei Sanjay, er bestellt Tschai und wir plaudern lange.
Plötzlich kommen Louis und Sanjay auf die tollkühnsten Ideen und spinnen Pläne, wie sie zusammen in der Schweiz "geschäften" könnten: Sie könnten ein indisches Restaurant eröffnen (Achtung Sebi, Konkurrenz naht…), oder nur ein Take-away, da hätte Louis schon seinen kleinen Shop unter der Rutschbahn Zuhause, oder einen Seidenladen eröffnen und so weiter. Sie spinnen Ideen und Louis Augen hören nicht mehr auf zu leuchten vor Begeisterung… Zwischendurch muss ich Louis noch darauf aufmerksam machen, dass er die Schule noch beenden muss. Kein Problem, die Geschäfte macht er dann in seiner Freizeit und in den Ferien… Plötzlich sagt Sanjay, aber zuerst müsse Louis ihm noch eine Frau suchen, sonst könne er dann nicht in der Schweiz bleiben. Schon bald haben wir eine gute Partie in Aussicht und Louis ist hell begeistert und findet, das wäre genau die richtige Frau für Sanjay. So könnte sein Freund dann auch für immer in der Schweiz bleiben… Es ist eine wahre Freude, den beiden beim Pläne schmieden zuzuhören, sie könnten glaube ich noch Stunden weiter palavern, aber nach ca. zwei Stunden schlage ich vor aufzubrechen, wir wollen ja schliesslich noch etwas weiter den Ghats entlang gehen. Louis und ich gehen dann noch in einem pikfeinen (versehentlich!) Restaurant etwas trinken. Es hat eine wunderschöne Dachterasse mit tollem Ausblick über Varanasi. Sonst ist es eher nicht mein Geschmack, zu pikfein. Louis gefällt es aber extrem gut, er möchte am liebsten mal hier essen gehen, was aber nicht ganz unserem Familienbudget entspricht. Dann besuchen wir den Nepali-Tempel, welcher mit vielen Holzschnitzereien verziert ist und ganz einfach ausgestattet.
Er gefällt uns gut in seiner Einfachheit. Bald schon nähern wir uns dem zweiten Verbrennungs-Ghat: Das Jallahsay Ghat besser bekannt als Manikarnika Ghat, welches eigentlich direkt neben dem Jallahsay Ghat liegt, aber fast immer mit diesem gleichgesetzt wird. Schon bevor wir am Ghat sind, werden wir von einem jungen Mann angesprochen, der uns zeigt, wo wir durchgehen sollen, weil ich als Frau bei den ausschliesslich männlichen Familienangehörigen nicht geduldet werde. Er sagt von Anfang an, dass er kein Geld will, dass wir aber am Schluss etwas Geld geben können für Holz für die Armen Leute die hier im "Sterbehospitz" auf den Tod warten, keine Angehörigen haben und die trotzdem verbrennt werden möchten. Er schleust uns durch die verschiedenen Männergruppen und durch Berge von Holz durch, in ein Haus, von welchem er uns diverse Informationen über dieses Verbrennungs-Ghat gibt. Im Schutze dieses Hauses können wir aus sicherer Distanz die verschiedenen Feuer mit den Verstorbenen beobachten und aus der Ferne ist es auch für Louis kein Problem. Zuoberst im Hause angekommen liegt eine alte Frau am Boden und schläft. Unser Führer erklärt uns, dass dies die Frau ist, die sich um die sterbenden im Hospitz kümmert, zusammen mit ihrem Mann, der im Tempel drinnen am Schlafen ist. Die Frau wird aufgeweckt, sie segnet Louis und mich und wir legen unsere Rupien in ihr Körbchen. Dann gehen wir wieder nach draussen und entfernen uns wieder von diesem Ghat. Ich bin froh, waren wir nicht so nahe dran wie damals, als ich alleine am Harishandra Ghat war und über eine Stunde den in den verschiedensten Stadien brennenden Feuer zugeschaut habe. Das war sehr eindrücklich und ging mir unter die Haut!
Wir entschliessen uns, heute noch als letzten - Louis ist richtig süchtig nach Tempeln - den Annapurna Tempel zu besuchen. Dieser soll gerade neben dem Goldenen Tempel liegen, welchen wir gestern Abend besucht haben. Tatsächlich kommen wir wieder an vielen Polizisten vorbei und sind plötzlich wieder am Gate No.2 wie gestern Nacht. Ein Annapurna-Priester fängt uns ab und nachdem wir Gepäck, Fotoapparat, Handy und Schuhe wieder abgegeben haben, bringt er uns in den Annapurna Tempel. Wortlos eilt er im Sauseschritt mit uns durch den Tempel, wir haben keine Chance auch nur irgendwo stehen zu bleiben und als er wieder mit uns heraus will, protestiere ich und sage, wir wollen zuerst noch etwas drinnen bleiben und uns umsehen. Das akzeptiert er, aber wir dürfen an keinem der kleinen Tempel anhalten und sind bald wieder draussen. Als er mit uns noch in den Goldenen Tempel will (komisch, dass das heute so einfach geht, im Gegensatz zu gestern…) lehnen wir ab, der Typ würde uns wahrscheinlich unser Feeling von gestern nur verpatzen. Zurück bei unserem Hab und Gut streckt er mir dann seinen Ausweis unter die Nase und erklärt mir, sie seien 11 Priester, die hier arbeiten und gelebt haben wollen, ich soll ihm 500.- Rupien bezahlen. Ja hallo, da ist er aber an die falsche dumme Touristin geraten! Ich habe 10 Rupien bereit, die er nicht annehmen will. Er versucht es nochmals und ich erkläre ihm, dass er kein Priester mit Herz sei, sondern lediglich auf's Geld gierig, was er natürlich gar nicht gerne hört, aber den Nagel genau auf den Kopf trifft. Widerwillig zieht er mit den 10.- Rupien ab! Für so eine Abfertigung wären sogar 5.- Rupien noch genug gewesen! Allen Göttern sei Dank sind wir mit diesem Scharlatan nicht noch in den Goldenen Tempel gegangen. Wir machen uns auf den Rückweg nach Godowlia und lassen uns von einer Velorikshaw wieder nach Lanka bringen, wo wir noch unsere Einkäufe tätigen und auf den Schulbus warten.
Wir haben in den letzten 24 Stunden soviel erleben dürfen, dass wir noch voller Eindrücke sind. Diese Stadt hat noch so viel zu bieten und wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer.
(Claudia)
Louis und ich machen uns heute mit dem 15h Schulbus auf in die Stadt. Wir freuen uns auf 1 1/2 Tage nur für uns zwei. Ich habe mich heute Morgen beim Reiten noch mit meiner Helferin unterhalten, ob wir wohl den Vishwanath Tempel besuchen können, weil dieser für nicht Hindus nicht öffentlich zugänglich ist. Sie meint aber, das sei kein Problem, es hätte höchstens viele Leute. So machen wir uns frohen Mutes auf, durch die engen, dunklen Gassen von Varanasi, um Louis Lieblingsgott, Shiva, etwas näher auf die Spur zu kommen.
Dann sind wir endlich drinnen! Es hat extrem viele Menschen und wir staunen nur. Louis und ich sind fasziniert: Es hat verschiedene kleine Tempel mit Priestern drinnen, mit Lingams und viele Blumen. Wir gehen zu einem Priester, leeren die Milch und Blumen über das Lingam, lassen uns einen roten Punkt auf die Stirne machen und eine Blumenkette umhängen, geben dem Priester ein paar Rupien und gehen weiter. Plötzlich merke ich eine Veränderung in mir drin: Ein kribbeln in meinem Körper beginnt und ich bin total "offen" für ich weiss doch auch nicht was. Es ist unglaublich, die Kräfte die hier auf uns einwirken, unbeschreiblich. Als ich Louis von meiner Feststellung erzähle, sagt er, er spüre das auch, was das wohl sei? Wir beide sind überwältigt von dieser Kraft die wir plötzlich spüren. Wir sitzen dann noch einen Moment ab, lassen die Kraft weiter auf uns einwirken und gehen wieder. Es ist unglaublich, was wir hier erlebt haben, das werden wir beide nie mehr vergessen. Auch draussen sind wir noch ganz benommen und können dieses Gefühl irgendwie gar nicht einordnen.
Glücklich, zufrieden und dankbar, dass es uns überhaupt möglich war, diesen wunderbaren Kraftort besuchen zu dürfen, machen wir uns wieder auf den Weg zurück. Wir sind noch richtig benommen und geniessen diesen Zustand. Diesmal nehmen wir den direkten Weg und schon bald ist mir alles wieder bekannt. Mit der Veloritschka fahren wir durch die dunkle Nacht von Godowlia, Lanka, BHU zum Heritage Housing, unserem Ziel.
Mit Raju und seiner Familie essen wir Znacht und erzählen von unserem Tempelbesuch und seinen Kräften. In Raju haben wir einen dankbaren Zuhörer: Er ist tief gläubig, kennt viele Geschichten über Götter und für ihn ist auch ganz klar, dass der Vishwanath Tempel ein Kraftort ist.
Louis und ich kuscheln uns in unsere Decke und wir können beide noch gar nicht einschlafen von dem ereignisreichen Abend. Louis sagt: "Mami, gäu mer gönd de weder mou nor mer zwöi zäme id' Stadt?" Ich weiss nicht, ob das nochmals möglich sein wird, unsere Zeit hier in Varanasi läuft langsam ab …
Samstag, 19.12.09
Nach einem typisch, indischen Frühstück - Chapatti & gekochtes Gemüse - bringt uns Raju mit seiner Autoritschka ans Assi-Ghat. Heute wollen wir den Ghats entlang laufen und die Atmosphäre am Ganges geniessen. Es ist ein wunderbarer, sonniger, heisser Tag es blendet uns und es kommt richtige Ferienstimmung auf.
Ich frage Louis, ob er denn auch am Verbrennungs-Ghat vorbeilaufen wolle? Er sagt ja sicher, und wenn's ihm zuviel wird, das machen wir so ab, dann gehen wir einfach schnell weiter. Wir nähern uns dem Harishandra Ghat und erstaunlicherweise hat es nur ein kleines Feuer das noch lodert, aber sehen tun wir nichts. Ich denke, das ist auch gut so und wir laufen weiter.
Am Dasashwamedh Ghat angekommen, frage ich Louis, ob wir Sanjay, den Seidenhändler, noch besuchen wollen. Also machen wir einen Abstecher in die dunkeln, engen Gässchen - diese sehen kaum je einen Sonnenstrahl - der Altstadt von Benares. Sanjay kommt uns schon entgegen, er muss noch Blumen und Prashat (Süssigkeiten) einkaufen, für die Puja seines Shops. Täglich erneuert er die Blumen für seine Götter und hält eine kleine Puja. Dies damit die Geschäfte gut laufen, aber auch dass sein Shop gut beschützt wird von den Göttern Lakshmi & Ganesha. Sanjay's Shop ist ein kleiner "Würfel" von ca. 2x2x3 Metern. Der Boden ist komplett mit weichen, weissen Matten ausgelegt und an den Wänden sind Kissen, damit die Kundschaft, und vor allem auch der Ladeninhaber selber, gemütlich am Boden höckeln kann sich dazu anlehnen und seinen Tschai geniessen. Der Shop ist vom Boden bis zur Decke vollgestopft mit Kleidern, Tüchern, Schals und Seidenstoffen aller Art. Vor dem Betreten des Shops werden die Schuhe ausgezogen, wie in vielen Läden hier üblich, vor allem in den ganz kleinen wie dieser. Es ist wie immer sehr gemütlich bei Sanjay, er bestellt Tschai und wir plaudern lange.
Wir entschliessen uns, heute noch als letzten - Louis ist richtig süchtig nach Tempeln - den Annapurna Tempel zu besuchen. Dieser soll gerade neben dem Goldenen Tempel liegen, welchen wir gestern Abend besucht haben. Tatsächlich kommen wir wieder an vielen Polizisten vorbei und sind plötzlich wieder am Gate No.2 wie gestern Nacht. Ein Annapurna-Priester fängt uns ab und nachdem wir Gepäck, Fotoapparat, Handy und Schuhe wieder abgegeben haben, bringt er uns in den Annapurna Tempel. Wortlos eilt er im Sauseschritt mit uns durch den Tempel, wir haben keine Chance auch nur irgendwo stehen zu bleiben und als er wieder mit uns heraus will, protestiere ich und sage, wir wollen zuerst noch etwas drinnen bleiben und uns umsehen. Das akzeptiert er, aber wir dürfen an keinem der kleinen Tempel anhalten und sind bald wieder draussen. Als er mit uns noch in den Goldenen Tempel will (komisch, dass das heute so einfach geht, im Gegensatz zu gestern…) lehnen wir ab, der Typ würde uns wahrscheinlich unser Feeling von gestern nur verpatzen. Zurück bei unserem Hab und Gut streckt er mir dann seinen Ausweis unter die Nase und erklärt mir, sie seien 11 Priester, die hier arbeiten und gelebt haben wollen, ich soll ihm 500.- Rupien bezahlen. Ja hallo, da ist er aber an die falsche dumme Touristin geraten! Ich habe 10 Rupien bereit, die er nicht annehmen will. Er versucht es nochmals und ich erkläre ihm, dass er kein Priester mit Herz sei, sondern lediglich auf's Geld gierig, was er natürlich gar nicht gerne hört, aber den Nagel genau auf den Kopf trifft. Widerwillig zieht er mit den 10.- Rupien ab! Für so eine Abfertigung wären sogar 5.- Rupien noch genug gewesen! Allen Göttern sei Dank sind wir mit diesem Scharlatan nicht noch in den Goldenen Tempel gegangen. Wir machen uns auf den Rückweg nach Godowlia und lassen uns von einer Velorikshaw wieder nach Lanka bringen, wo wir noch unsere Einkäufe tätigen und auf den Schulbus warten.
Wir haben in den letzten 24 Stunden soviel erleben dürfen, dass wir noch voller Eindrücke sind. Diese Stadt hat noch so viel zu bieten und wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer.
(Claudia)
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Bilder vom Assi Ghat
Während Examen
So, nun hat auch Louis seinen Text noch geschrieben:
IQ Toys
Ich war bei den IQ Toys, und zuerst habe ich Sanshej Geholfen und am Nachmittag wollte ich Sachen machen mit der Dekupiersäge aber da kommt doch schon Ram. Er kann sehr gut mit der Dekupiersäge arbeiten, und dann hat er geschwind ein Vogel gemalt und ihn ausgesägt und dann noch ein Delfin, ein L für Lui und noch ein Kreuz für eine Kette. Übrigens ich kann schon mit der Dekupiersäge arbeiten und mit der Ständerbohrmaschine.
Am Nächsten Tag mache ich für den neuen Ping-Pong Tisch Ping-Pong Schläger Sie kommen wirklich wunderschön heraus bei den Griffen ist es sogar ein bisschen wellig, dass man eine gute Griffhaltung hat.
Bakery
Ich war in der Bakery, und habe beim Teig in die Körner Mixen geholfen, die Bleche aus dem Ofen nehmen, die Brote einpacken, und stempeln. Am nächsten Tag machten wir Biscuit's und ich half beim Ausstechen und beim Teig essen.
Art und Design
Ich war im Art und Design gewesen und habe eine Kette für Claudia gemacht und habe Hiralal geholfen und Sushil beim Malen zugeschaut.
Canteen
ich war in der Canteen gewesen, und habe zuerst beim Schneiden geholfen und habe einen Rekord von der Familie erstellt: Ich habe über 60 Zwiebeln geschnitten
und viele Auberginen geschnitten und dann beim Kochen zugeschaut.
(Louis)
IQ Toys
Ich war bei den IQ Toys, und zuerst habe ich Sanshej Geholfen und am Nachmittag wollte ich Sachen machen mit der Dekupiersäge aber da kommt doch schon Ram. Er kann sehr gut mit der Dekupiersäge arbeiten, und dann hat er geschwind ein Vogel gemalt und ihn ausgesägt und dann noch ein Delfin, ein L für Lui und noch ein Kreuz für eine Kette. Übrigens ich kann schon mit der Dekupiersäge arbeiten und mit der Ständerbohrmaschine.
Am Nächsten Tag mache ich für den neuen Ping-Pong Tisch Ping-Pong Schläger Sie kommen wirklich wunderschön heraus bei den Griffen ist es sogar ein bisschen wellig, dass man eine gute Griffhaltung hat.
Bakery
Ich war in der Bakery, und habe beim Teig in die Körner Mixen geholfen, die Bleche aus dem Ofen nehmen, die Brote einpacken, und stempeln. Am nächsten Tag machten wir Biscuit's und ich half beim Ausstechen und beim Teig essen.
Art und Design
Ich war im Art und Design gewesen und habe eine Kette für Claudia gemacht und habe Hiralal geholfen und Sushil beim Malen zugeschaut.
Canteen
ich war in der Canteen gewesen, und habe zuerst beim Schneiden geholfen und habe einen Rekord von der Familie erstellt: Ich habe über 60 Zwiebeln geschnitten
und viele Auberginen geschnitten und dann beim Kochen zugeschaut.
(Louis)
Dienstag, 15. Dezember 2009
Friedliche Adventszeit ohne Hektik
Der Dezember hier ist heuer wunderbar mild und einfach so anders. Die Leute, gross wie klein geniessen die warme Sonne und begeben sich nach draussen, wann immer möglich. So ist unsere grosse Spielwiese jetzt oft belegt mit den verschiedensten Gruppen: Fast täglich von den Nursery-Kindern, die dort ihren Morgen verbringen mit Bildern ausmalen an ihren kleinen Tischchen und auf den Matten oder sich bei Ball- und anderen Bewegungsspielen austoben. Es herrscht immer reges Treiben bei den Kleinsten hier im Kiran, eine Freude, ihnen zuzuschauen.

Die Physio ist ab und zu draussen anzutreffen, Sitzungen werden im Freien abgehalten, genäht und gestrickt wird an der warmen Sonne, Schulklassen kommen aus den Klassenzimmern heraus und die immer hart arbeitenden, fleissigen Gärtner sind am Zurückschneiden, Jäten, Anpflanzen, Bewässern und halten das schöne Kiran stets als wunderbare grüne Oase aufrecht, als Ort der Erholung.

Es hat natürlich auch noch einen anderen Grund, dass wir uns möglichst viel draussen aufhalten, denn in den Räumen drinnen ist es jetzt mehrheitlich unangenehm kühl, sodass wir uns in den Häusern schon mal warm anziehen müssen. Die InderInnen sind jetzt oft in warmen Schals, Tüchern, Pullovern und Mützen anzutreffen, die sie meist auch draussen nicht abziehen. Das finde ich immer ein lustiger Anblick: Die Sonne scheint, ich bin kurzärmlig und mir ist wohlig warm, während die meisten Kiran-Leute in ihren warmen Kleidern herumlaufen… Für sie ist es im Moment eher kühl, es ist ja schliesslich Winter! Am Morgen früh - dann, wenn wir Ischis eh noch schlafen, wir stehen ja nicht um 05.00 Uhr auf wie die meisten Leute hier - und am Abend wird es dann kühler. Dann ziehen auch wir unsere Jäcklis an und ab und zu mal die Wollsocken. Für den Moment genügt das noch, die langen Unterhosen brauchen wir noch nicht.


Ja und dann wäre ja da noch die Weihnachtszeit! Wir haben zwar inzwischen auch einen Adventskalender mit Türchen, einige Fensterbilder mit Weihnachtsmotiven und Weihnachtspäckli aus der Schweiz erhalten. Die liegen neben dem Adventsgesteck und den Krippenfiguren bereit und werden an Heiligenabend dann geöffnet. So richtig "weihnächteln" will es hier aber nicht. Wir sind einfach nicht in der Stimmung dazu, es ist viel zu warm für eine Weihnachten wie wir sie gewohnt sind und wir werden auch gar nicht abgelenkt von den Geschäftern, die hier natürlich überhaupt nicht den Weihnachtsverkauf ankurbeln wie in der Schweiz. So wissen wir auch noch nicht, wie wir schlussendlich Weihnachten feiern werden. Auf jeden Fall wird gefeiert, aber ganz sicher in einem bescheidenen, noch nie dagewesenen Rahmen - und es wird gut sein so!
(Claudia)
Hier noch ein paar Fotos:
Geschenk-Idee zu Weihnachten
Im Moment mangelt es an Gas. So wird kurzerhand ein Holzherd erstellt und draussen gekocht...
Rahul sieht schlecht, drum haben wir ihm eine kleine Hilfe für seine Gewichte erstellt.
Wägen macht Spass!
But how much is it now?
Die Physio ist ab und zu draussen anzutreffen, Sitzungen werden im Freien abgehalten, genäht und gestrickt wird an der warmen Sonne, Schulklassen kommen aus den Klassenzimmern heraus und die immer hart arbeitenden, fleissigen Gärtner sind am Zurückschneiden, Jäten, Anpflanzen, Bewässern und halten das schöne Kiran stets als wunderbare grüne Oase aufrecht, als Ort der Erholung.
Es hat natürlich auch noch einen anderen Grund, dass wir uns möglichst viel draussen aufhalten, denn in den Räumen drinnen ist es jetzt mehrheitlich unangenehm kühl, sodass wir uns in den Häusern schon mal warm anziehen müssen. Die InderInnen sind jetzt oft in warmen Schals, Tüchern, Pullovern und Mützen anzutreffen, die sie meist auch draussen nicht abziehen. Das finde ich immer ein lustiger Anblick: Die Sonne scheint, ich bin kurzärmlig und mir ist wohlig warm, während die meisten Kiran-Leute in ihren warmen Kleidern herumlaufen… Für sie ist es im Moment eher kühl, es ist ja schliesslich Winter! Am Morgen früh - dann, wenn wir Ischis eh noch schlafen, wir stehen ja nicht um 05.00 Uhr auf wie die meisten Leute hier - und am Abend wird es dann kühler. Dann ziehen auch wir unsere Jäcklis an und ab und zu mal die Wollsocken. Für den Moment genügt das noch, die langen Unterhosen brauchen wir noch nicht.
Ja und dann wäre ja da noch die Weihnachtszeit! Wir haben zwar inzwischen auch einen Adventskalender mit Türchen, einige Fensterbilder mit Weihnachtsmotiven und Weihnachtspäckli aus der Schweiz erhalten. Die liegen neben dem Adventsgesteck und den Krippenfiguren bereit und werden an Heiligenabend dann geöffnet. So richtig "weihnächteln" will es hier aber nicht. Wir sind einfach nicht in der Stimmung dazu, es ist viel zu warm für eine Weihnachten wie wir sie gewohnt sind und wir werden auch gar nicht abgelenkt von den Geschäftern, die hier natürlich überhaupt nicht den Weihnachtsverkauf ankurbeln wie in der Schweiz. So wissen wir auch noch nicht, wie wir schlussendlich Weihnachten feiern werden. Auf jeden Fall wird gefeiert, aber ganz sicher in einem bescheidenen, noch nie dagewesenen Rahmen - und es wird gut sein so!
(Claudia)
Hier noch ein paar Fotos:
Sonntag, 6. Dezember 2009
Half Yearly Exam
Im Kiran stehen während fast zwei Wochen die halbjährlich stattfindenden Examen statt. Unsere Kinder nehmen daran nicht teil, arbeiten sie doch hauptsächlich an ihrem Schweizer Stoff. Deshalb gehen sie in die verschiedenen Lehrwerkstätten "schnuppern". Sämi erzählt, was er gemacht hat:
Art and Design
Heute Montag bin in im Art and Design und mache schöne Postkarten. Ich darf noch nicht die Karten zum verkaufen machen, deshalb mache ich jetzt die Postkarte mit meinen Farbstilen. Das Muster ist ein Elefant. Jetzt da ich den Elefant fertig habe, lege ich die Kärtchen von den Kuchen und Biscuits und Konfitüren von Rémy, die frisch gedruckt sind in eine schöne Reihenfolge hin. Dann ist der Tag auch schon fertig, da das Malen sehr viel Konzentration und deswegen lange geht.
Dienstag mache ich meine eigenen Papiersäcke. Am Morgen machen wir, Anil der Chef und ich drei Säcke zusammen. Er sagt: First you see properly and then you make it yourself! Das sagt er mir etwa 6 mal. Jetzt am Nachmittag darf ich selber einen Sack machen, der mir auch super gelingt. Ich hole die Unterschriften von Rémy und Claudia, und Anil ist zufrieden.
Bakery
Heute Mittwoch bin ich in der Bakery. Dort gefällt es mir überhaupt nicht, weil mir einer sagt, dass ich den Spinner habe, weil ich etwas wegen meiner Sehschwäche nicht genau gesehen habe, ich habe dann geweint, und gehe unentschuldigt am Nachmittag nicht.
Wir haben dann noch ein kleines Meeting mit Sibylle der Trainees Chefin und er entschuldigt sich. Jetzt sind wir schon wider super gute freunde.
IQ-Toys
Heute bin ich in dem IQ-toys workshop, der Holzwerkstadt. Ich habe vor einen Kricketschläger zu machen. Abgesehen von dem Holz zu Recht schneiden und ab schmirgeln konnte ich nichts machen. Die Inder sind sich halt nicht so gewöhnt das wir aus der Schweiz hallt schon wenn wir kleiner sind schon mit den Maschinen arbeiten könnten. Der Kricketschläger wird perfekt. Die Meisten die den Schläger gesehen haben sagen er ist wahrscheinlich besser als wenn man ihn in der Stadt kauft, sie sagen die kleineren Läden haben gar nicht so gutes Holz wie in der Holzwerkstadt.
Art and Design
Montag mache ich nur Postkarten, und diesmal sehr vorsichtig, denn diesmal werden auch die Karten von mir verkauft. Ich mache aber wider nur 2 weil ich noch eine stunde englisch habe.
Am Nachmittag kann ich gar nicht schaffen weil wir eine stunde ein Lied lernen müssen, dürfen. Dann feiern wir noch 5-10 Minuten Rémy s Geburtstag nach. Ich helfe jetzt noch die Stühle richtig hin zu tun und dann beginnt auch schon die Abschlussparty von meiner Englisch-Lehrerin, das wird zwar mehr ein Geweine-Konzert. Ich und etwa 8 andere Lehrerinnen singen noch ein Abschluss-Lied in Englisch, und ein junger Mann mit einer Geistigen Behinderung sagte noch etwas, und weil er auch weinen muss, kann er sich nicht mehr konzentrieren und sagt es Englisch und Hindi, kann es auch nicht fertig machen und geht dann mitten drin raus, er sagt noch: Have a good Day.
Es war sehr sehr herzig.
Wir essen noch Zitronen-Kuchen und Namkin und trinken Chai.
(Sämi)
Art and Design
Heute Montag bin in im Art and Design und mache schöne Postkarten. Ich darf noch nicht die Karten zum verkaufen machen, deshalb mache ich jetzt die Postkarte mit meinen Farbstilen. Das Muster ist ein Elefant. Jetzt da ich den Elefant fertig habe, lege ich die Kärtchen von den Kuchen und Biscuits und Konfitüren von Rémy, die frisch gedruckt sind in eine schöne Reihenfolge hin. Dann ist der Tag auch schon fertig, da das Malen sehr viel Konzentration und deswegen lange geht.
Dienstag mache ich meine eigenen Papiersäcke. Am Morgen machen wir, Anil der Chef und ich drei Säcke zusammen. Er sagt: First you see properly and then you make it yourself! Das sagt er mir etwa 6 mal. Jetzt am Nachmittag darf ich selber einen Sack machen, der mir auch super gelingt. Ich hole die Unterschriften von Rémy und Claudia, und Anil ist zufrieden.
Bakery
Heute Mittwoch bin ich in der Bakery. Dort gefällt es mir überhaupt nicht, weil mir einer sagt, dass ich den Spinner habe, weil ich etwas wegen meiner Sehschwäche nicht genau gesehen habe, ich habe dann geweint, und gehe unentschuldigt am Nachmittag nicht.
Wir haben dann noch ein kleines Meeting mit Sibylle der Trainees Chefin und er entschuldigt sich. Jetzt sind wir schon wider super gute freunde.
IQ-Toys
Heute bin ich in dem IQ-toys workshop, der Holzwerkstadt. Ich habe vor einen Kricketschläger zu machen. Abgesehen von dem Holz zu Recht schneiden und ab schmirgeln konnte ich nichts machen. Die Inder sind sich halt nicht so gewöhnt das wir aus der Schweiz hallt schon wenn wir kleiner sind schon mit den Maschinen arbeiten könnten. Der Kricketschläger wird perfekt. Die Meisten die den Schläger gesehen haben sagen er ist wahrscheinlich besser als wenn man ihn in der Stadt kauft, sie sagen die kleineren Läden haben gar nicht so gutes Holz wie in der Holzwerkstadt.
Art and Design
Montag mache ich nur Postkarten, und diesmal sehr vorsichtig, denn diesmal werden auch die Karten von mir verkauft. Ich mache aber wider nur 2 weil ich noch eine stunde englisch habe.
Am Nachmittag kann ich gar nicht schaffen weil wir eine stunde ein Lied lernen müssen, dürfen. Dann feiern wir noch 5-10 Minuten Rémy s Geburtstag nach. Ich helfe jetzt noch die Stühle richtig hin zu tun und dann beginnt auch schon die Abschlussparty von meiner Englisch-Lehrerin, das wird zwar mehr ein Geweine-Konzert. Ich und etwa 8 andere Lehrerinnen singen noch ein Abschluss-Lied in Englisch, und ein junger Mann mit einer Geistigen Behinderung sagte noch etwas, und weil er auch weinen muss, kann er sich nicht mehr konzentrieren und sagt es Englisch und Hindi, kann es auch nicht fertig machen und geht dann mitten drin raus, er sagt noch: Have a good Day.
Es war sehr sehr herzig.
Wir essen noch Zitronen-Kuchen und Namkin und trinken Chai.
(Sämi)
Dienstag, 1. Dezember 2009
Schlagzeilen im In- und Ausland
Die Times of India ist eine der grössten Zeitungen Indiens. Wir haben alles versucht, haben es aber bis jetzt nicht auf die Titelseite geschafft ;-).
Immerhin, am Montag, 23. November 2009 schaffen wir es auf Seite 2.
Warum? Ja, weil wir die einzigen Bleichgesichter im Theatersaal waren und es in Indien (leider) immer noch oft "gut fürs Prestige" ist, wenn Weisse an einem Anlass teilnehmen. Sei es jetzt eine Theateraufführung, eine Hochzeit oder sonst irgendetwas. Wir hoffen, dass sich Indien bald einmal von dieser merkwürdigen Haltung befreien wird.
Beim Anlass auf der rechten Seite waren wir nicht live dabei. Ich habe ihn aber für alle (Hatha) Yoga-Interessierte dringelassen. Sachen gibt's in Varanasi.

Ja - und übers Internet erfährt man hier auch von den Schlagzeilen aus der Schweiz. So wie nach dem letzten Abstimmungswochenende. Leider konnten wir ja von hier aus nicht abstimmen. Es hätte auch nichts geändert. Ich fühle mich sehr betroffen vom Ausgang der Abstimmung über die Minarett-Verbots-Initiative und das Export-Verbot von Kriegsmaterial. Ich mag mich gar nicht mehr darüber äussern, es ist für mich irgendwie einfach beschämend. Punkt!
Schöne Adventszeit...
(Rémy)
Immerhin, am Montag, 23. November 2009 schaffen wir es auf Seite 2.
Warum? Ja, weil wir die einzigen Bleichgesichter im Theatersaal waren und es in Indien (leider) immer noch oft "gut fürs Prestige" ist, wenn Weisse an einem Anlass teilnehmen. Sei es jetzt eine Theateraufführung, eine Hochzeit oder sonst irgendetwas. Wir hoffen, dass sich Indien bald einmal von dieser merkwürdigen Haltung befreien wird.
Beim Anlass auf der rechten Seite waren wir nicht live dabei. Ich habe ihn aber für alle (Hatha) Yoga-Interessierte dringelassen. Sachen gibt's in Varanasi.

Ja - und übers Internet erfährt man hier auch von den Schlagzeilen aus der Schweiz. So wie nach dem letzten Abstimmungswochenende. Leider konnten wir ja von hier aus nicht abstimmen. Es hätte auch nichts geändert. Ich fühle mich sehr betroffen vom Ausgang der Abstimmung über die Minarett-Verbots-Initiative und das Export-Verbot von Kriegsmaterial. Ich mag mich gar nicht mehr darüber äussern, es ist für mich irgendwie einfach beschämend. Punkt!
Schöne Adventszeit...
(Rémy)
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