Dienstag, 2. März 2010

Der Solar-Früchtetrockner funktioniert

Kurz vor unserer Abreise haben wir es doch noch geschafft. Die solar betriebene Lebensmitteldörranlage ist funktionstüchtig und die ersten Bananen-Chips schmecken vorzüglich.


Kleine Anpassungen sind zwar noch nötig. So scheint mir die Plastikplane etwas sehr dünn und ich weiss auch nicht, ob sie auf längere Zeit der intensiven UV-Strahlung standhält. Wahrscheinlich ist es das Beste, hier eine Plastikplane aus der Schweiz mitzubringen. Hier in Indien gibt es zu einem solchen Produkt keine näheren Informationen wie etwa UV-beständig oder so. Man weiss einfach: das ist ein Stück Plastik. Für das Solar-Panel muss noch ein portabler Ständer geschweisst werden. Das habe ich mit Antu schon besprochen und ich hoffe, das wird bald realisiert sein.

Für alle Technikinteressierten hier die eigentlich ganz simple Funktionsweise:

Wie man sieht, ist die Tischoberfläche zweifarbig.

Die schwarze Fläche dient zum Aufheizen durch das Sonnenlicht und auf der weissen Fläche, auf Gitter, kommt das Dörrgut zu liegen.

Die warme Luft, welche auf der schwarzen Seite entsteht, wird mit dem Ventilator über und unter das Dörrgut geblasen.

Die Plastikplane wirkt wie ein Treibhaus und sorgt dafür, dass die Wärme nicht wieder nach oben verschwindet.

Alles klar?

Gerne hätte ich jetzt natürlich die Versuchsphase gestartet und verschiedenste Lebensmittel getestet. Das müssen halt jetzt die anderen hier übernehmen. Wichtig wäre einfach, dass die Resultate wie Dicke des Dörrgutes, Dauer des Dörrvorganges, Aussentemperatur etc. festgehalten werden. Ich bin mal zuversichtlich, dass das klappen wird. Und in drei-vier Monaten werde ich dann kurz vor unserer Rückreise in die Schweiz noch einen letzten Augenschein nehmen.
(Rémy)

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